- Blaue Flagge
- never
- Länge
- 1700 m
- Sandart
- fine
- Rettungsschwimmer
- summer months
- Parken
- street parking near beach entrances
Die Playa Real de Zaragoza gehört zu den längeren Sandstränden an der Ostküste von Marbella. Sie zieht sich über 1.700 Meter zwischen den Ferienanlagen hin, die diesen Teil der Gemeinde seit den 1970er Jahren geprägt haben. Der Strand liegt nahe zwei der bekanntesten Beachclubs der Stadt, und sein Ruf gründet auf Platz, nicht auf Trubel. Die zentralen Strände von Marbella sind im August oft schon am Vormittag voll. Dieser Strand verkraftet den Andrang, ohne seinen Charakter zu verlieren.
Der Sand ist fein und hell, weich unter den Füßen, so wie man es eher von den Stränden weiter östlich Richtung Las Chapas kennt. Das Wasser fällt sanft ab, was Familien entgegenkommt und allen, die lieber lange waten, bevor es richtig tief wird. Der Strand hatte nie den Blaue-Flagge-Status. Das sollte man klar sagen und nicht beschönigen. Der Unterschied hat mehr mit formalen Zertifizierungskriterien zu tun als mit der Wasserqualität, und Stammgäste machen darum kein Aufheben.
Die Ausstattung ist zweckmäßig. Öffentliche Duschen und Toiletten liegen am Strand entlang, und in der Saison kann man Paddleboards, Kajaks und Ähnliches mieten. Rettungsschwimmer sind in den Sommermonaten im Dienst, nach dem üblichen andalusischen Küstenkalender, also sollten Besucher außerhalb der Saison mit der gewohnten Vorsicht baden. Ein Detail wiegt schwerer als der Rest. Es gibt keine durchgehende gepflasterte Promenade vor diesem Strand. Der Zugang führt über die Eingänge der Wohnanlagen, die direkt an den Sand grenzen. So fühlt sich der Strand eher wie eine private Küste an als wie die Boulevardkultur im Zentrum von Marbella.
Die beiden Beachclubs an diesem Abschnitt sind an der Costa del Sol ein Begriff. Der Nikki Beach ist hier seit 2003 in Betrieb und bleibt tagsüber der Treffpunkt für die internationale Partyszene, mit Daybeds, DJ-Programm und einem langen Mittagessen, das sich oft bis in den frühen Abend zieht. Der Don Carlos Beach Club steht für den anderen Ton. Es ist ein etablierter Hotel-Beachclub mit einem klassischeren mediterranen Rhythmus. Zwischen den beiden haben Käufer eine echte Wahl gepflegter Gastronomie vor der Tür, ohne sich auf einen einzigen Stil festlegen zu müssen.
Das Parken ist der praktische Nachteil. Es gibt keinen eigenen Strandparkplatz, also sind Besucher auf die Straßenränder bei den Zugängen angewiesen, und die sind an Sommerwochenenden schnell belegt. Bewohner der umliegenden Anlagen haben damit selten Probleme, da die meisten zu Fuß oder mit dem Buggy von den hinter Dünen und Pinien gelegenen Häusern kommen. Wer als Tagesgast aus dem Zentrum Marbellas oder San Pedro anreist, sollte im Juli und August besser vor 11 Uhr da sein.
Die Lage prägt den Immobilienmarkt hier. Dies ist der Teil Marbellas, in dem große geschlossene Wohnanlagen direkt ans Meer stoßen, und gerade das Fehlen einer öffentlichen Promenade verleiht den Grundstücken am Strand ihren Wert. Käufer in diesem Bereich suchen Villen und Wohnungen, bei denen der Weg zum Sand in Minuten gemessen wird und die Strandlage einen Wohncharakter behält statt eines kommerziellen. Weniger Laufkundschaft, weniger Infrastruktur, mehr Privatsphäre. Das ist die wirtschaftliche Logik der östlichen Küste von Marbella, und die Playa Real de Zaragoza erklärt vieles vom Lebensgefühl hier. Ihre 1,7 Kilometer feiner Sand bleiben das stärkste Argument für Neubauten in Gehweite.
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