- Architekt
- Antonio García Garrido
- Eröffnungsjahr
- 2006
- Löcher
- 18
- Par
- 71
- Platztyp
- mountain
- Zugang
- public
Doña Julia Golf liegt in den Hügeln oberhalb von Casares, in einem der ruhigeren Teile der westlichen Costa del Sol. Der Platz wurde 2006 eröffnet und von Antonio García Garrido über echtes Bergterrain angelegt, nicht über planiertes Gelände. Diese Entscheidung verleiht ihm den Charakter eines andalusischen Inlandsplatzes statt der flachen Resortlayouts weiter östlich. Von mehreren Abschlägen sieht man das Mittelmeer, doch die Runde selbst wird von Bergrücken, Tälern und Höhenunterschieden bestimmt.
Die Zahlen lesen sich nüchtern. Achtzehn Löcher, Par 71, 6.021 Meter von den weißen Abschlägen, ein Course Rating von 72,3 und ein Slope von 131. Der Slope ist der Wert, den man im Auge behalten sollte. Er verrät, dass der Platz einem mittleren Handicap mehr abverlangt, als die Länge vermuten lässt. Garrido nutzte die Topografie statt der Distanz, um das Par zu schützen. Die Schlägerwahl bei schrägen Lagen und das Augenmaß bei bergab gespielten Annäherungen zählen also mehr als reine Weite.
Drei Löcher sorgen im Clubhaus für die meisten Gespräche. Die 3 ist ein Par 3 von einem erhöhten Abschlag mit weitem Blick über die ersten neun Löcher, und sie ist meist das Foto, das jeder macht. Die 8 ist das längste Loch, ein Par 5, das eher Geduld als Ehrgeiz belohnt. Die 12, ein weiteres Par 3, verdankt ihren Ruf weniger der Schwierigkeit als dem Blick vom Abschlag, der an einem klaren Morgen weit über die Platzgrenze hinausreicht.
Die Einrichtungen sind praktisch gehalten. Das Casa Club beherbergt die Umkleiden für Damen und Herren, die Büros und den Caddie-Master-Schalter. Das Restaurant und die Cafeteria The Green House Doña Julia haben täglich geöffnet, was bei einer Winterrunde viel wert ist, wenn man zu Mittag essen möchte, ohne danach noch wegfahren zu müssen. Zum Aufwärmen stehen ein Putting Green, ein Chipping Green und eine Driving Range bereit. Buggys sind auf dem Fairway erlaubt und bei den Steigungen durchaus sinnvoll. Manche Greenfee-Pakete schließen die Buggymiete ein, und so bucht man am klügsten.
Der Zugang ist unkompliziert. Der Platz ist öffentlich, mit Greenfees von etwa 56 bis 74 Euro je nach Saison und Uhrzeit. Damit liegt er im mittleren Bereich für den Abschnitt zwischen Casares und Manilva. Gästespieler stoßen auf keine Mitgliedshürde, und die Startzeiten lassen sich leichter organisieren als bei den größeren Namen näher an Marbella, besonders außerhalb der Hochsaison im Winter.
Wer in diesem Winkel von Casares eine Immobilie sucht, sollte den Wert eines Platzes wie Doña Julia eher an der Routine als an der Adresse messen. Ein Platz, den man in wenigen Minuten erreicht, in unter fünf Stunden beendet und das ganze Jahr über ohne Gästeliste nutzt, ist eine Annehmlichkeit, die man tatsächlich gebraucht. Die Berglage hält zudem das umliegende Land offen, sodass die Sichtachsen von Häusern oberhalb des Platzes meist erhalten bleiben, weil das Gelände selbst die Aussicht schützt. Da Käufer von Estepona aus nach Westen ziehen und nach geringerer Bebauungsdichte und besserem Wert pro Quadratmeter suchen, gibt ein etablierter 18-Loch-Platz diesem Teil der westlichen Costa del Sol etwas Festes, um das herum sich bauen lässt.
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