- Architekt
- Gary Player and Ron Kirby
- Eröffnungsjahr
- 1973
- Löcher
- 18
- Par
- 71
- Platztyp
- parkland
- Zugang
- semi-private
El Paraíso Golf Club gehört seit 1973 zur Landschaft von Estepona und zählt damit zu den älteren 18-Loch-Plätzen in diesem westlichen Abschnitt der Costa del Sol. Den Verlauf entwarfen Gary Player und Ron Kirby, und man erkennt die Handschrift dieser Zeit. Es ist ein Parkland-Platz, der mit dem natürlichen Gefälle des Geländes arbeitet statt dagegen. Alte Bäume, Wasser im Spiel und breite Bahnen zwischen den Löchern prägen das Bild. Ein halbes Jahrhundert später wirkt der Platz weniger wie eine Resortanlage und mehr wie ein gewachsener Country Club.
Die Zahlen sind solide, nicht protzig. Par liegt bei 71 über 5.912 Meter, mit einer Slope-Bewertung von 130 von den gelben Abschlägen. Das hält den Platz für Spieler mit mittlerem Handicap erreichbar und stellt dem besseren Golfer trotzdem echte Aufgaben. Durch die halbprivate Mitgliederstruktur können auch Gäste spielen. Die Greenfees reichen von 75 bis 135 Euro, je nach Saison und Startzeit. Hinter dem täglichen Betrieb steht eine beständige Mitgliederkultur.
Zwei Löcher sprechen für sich. Die 6 ist ein Par-5-Dogleg nach links, verteidigt durch Fairwaybunker und Seen, mit einem zweistufigen Grün, das die falsche Ebene fast so hart bestraft wie ein verfehltes Grün. Die 8 ist ein Par-3, bei dem die Schlägerwahl über die Scorekarte entscheidet. Trifft man die richtige Länge, folgt ein einfaches Zwei-Putt. Liegt man daneben, wird die Rettung schwer. Zusammen fassen sie eine Runde zusammen, die Denken über Kraft stellt.
Der Übungsbereich ist gut ausgestattet. Es gibt eine Driving Range, ein Putting-Grün, einen Bereich fürs kurze Spiel und Chippen sowie einen Übungsbunker. Vor Ort stehen eine Junior Golf Academy und PGA-Training zur Verfügung. Das ist wichtig für Familien, die Golf zum festen Bestandteil der Woche machen wollen und nicht nur zum einmaligen Ausflug. Wer mit Kindern im Schulalter herzieht, findet hier einen klaren Einstieg ins Spiel, ohne für Stunden woanders hinfahren zu müssen.
Das Clubhaus ist im andalusischen Stil gebaut und dient als sozialer Treffpunkt, nicht als Schaustück. Der Innenraum bietet Platz für bis zu 120 Gäste, und die überdachte Terrasse blickt auf das 18. Grün. Genau dort enden die meisten Gespräche nach der Runde. Schließfächer, Umkleiden mit Duschen und Parkplätze gibt es vor Ort. Mitglieder essen hier auch an einem Dienstag zu Mittag, nicht nur an Turniertagen.
Für Käufer, die sich Immobilien im Korridor der New Golden Mile zwischen Estepona und San Pedro ansehen, ist El Paraíso einer der Bezugspunkte, die die Gegend prägen. Das Tal ringsum ist etabliert, die Anbindung an die A-7 ist unkompliziert und der Strand liegt eine kurze Fahrt südlich. Häuser im direkten Einzugsgebiet halten ihren Wert gut, weil die Infrastruktur einschließlich des Platzes seit Jahrzehnten besteht, nicht erst seit ein paar Jahren. Greenfees zwischen 75 und 135 Euro sind für einen Platz dieser Länge und Geschichte fair, und das halbprivate Modell schafft Spielraum ohne volle Bindung. Ob für ein Zweitwohnsitz, einen Umzug oder eine langfristige Anlage: Die Nähe zu El Paraíso ist ein ruhigeres Argument als die Nähe zur neuesten Eröffnung, und meist ein haltbareres.
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